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Weißweine:
 
Müller-Thurgau

War die erste deutsche Neuzüchtung von 1882 von Professor Müller (Kanton Thurgau - Schweiz) Kreuzungspartner waren der Riesling und Silvaner in der Forschungsanstalt Geisenheim. Im deutschen Weinbau steht er an 2. Stelle, mit 35% der Anbaufläche, im Saale - Unstrut Gebiet an 1. Stelle. Die Sorte bringt bekömmliche Weine mit geringer Säure und dezentem Muskatton hervor.

 
Grüner Silvaner

Die Heimat des Silvaners soll in Transsilvanien liegen. Er ist eine traditionelle Rebsorte und war bis in die 50er Jahre für Deutschlandf die Wichtigste überhaupt. Der Wein ist relativ geschmacksneutral. Prägnant ist jedoch die Silvanersäure, welche den Wein leicht grasig und spitz erscheinen lässt. Mit Spätlesen erhält man so frische, fruchtige Weine.

 
Kerner

Am meisten verbreitete Neuzüchtung der Staatl. Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg. Dort kreuzte Herr Herold den Trollinger mit dem Riesling. Benannt wurde die Rebe nach dem Oberamtsarzt und Dichter Justinus Kerner. Die Rebe ist sehr winterhart, liefert hohe mostgewichtige, und fruchtig frische, Riesling ähnliche Weine. Bei den Kunden wurde er schnell beliebt.

 
Kernling

Ist eine Mutation aus dem Kerner. Er unterscheidet sich vom Kerner durch die bläulich-rot gefärbten Trauben, die etwas lockerer sind. Das macht die Rebe krankheitsunanfällig. Der Wein wird rassig, fruchtig und gehaltvoll. Geeignet für die maschinelle Traubenernte.

 
Weißer Riesling

Die Sorte wird auch als "Königin der Wingärten" bezeichnet. Ursprung und Herkunft sind nicht eindeutig geklärt, ob in der Pfalz, an der Mosel oder am Rhein. Sie stellt jedoch die wertvollste Sorte in Deutschland dar. Die Reben sind frostunempfindlich, stellen geringe Ansprüche an den Boden aber sehr hohe an die Lage. Die Trauben sind am Spätesten reif. Es werden je nach Bodenart feine, rassige Weine von fruchtiger Art mit einem Pfirsichbukett aus den kleinen, dichtbeerigen Trauben. Man findet die Sorte weltweit aber Deutschland hat das größte Anbaugebiet mit 23229 ha. Im Saale - Unstrut Gebiet existieren ca. 41 ha.

 
Grauer Burgunder (Ruländer)

Die Sorte ist durch Knospenmutation des Blauen Burgunders entstanden. Nach dem Kaufmann Ruland aus Speyer benannt, dürfte seine Heimat in Burgund zu finden sein. Gute Holzreife sichert gute Erträge. Die Sorte stellt hohe Ansprüche an die Lage. Die Güte der Weine hängt vom Extrakt ab. Durch sein sortentypisches volles Bukett der Weine gehören sie zu den Spitzengewächsen. Nicht zuletzt der berühmte Kaiserstuhl dankt ihm seine vorzüglichen Weine.

 
Weißer Burgunder (Pinot blanc)

Es ist die Qualitätsweinsorte, welche in den letzten Jahrzenten vermehrt den Silvaner verdrängte. Er ist ebenfalls durch Mutation des Ruländers(Grauburgunders) entstanden. Bekannt seit dem 14. Jahrhundert, gehört er zu den mittelspäten Sorten, die in warmen Lagen gleichmäßige Erträge sichern. Die Weine sind sehr spritzig und fruchtig. Er ist mit seinem feinen Bukett vor allem dazu geeignet, trockenen Wein zu erzeugen.

 
Gutedel

Auf der ganzen Welt als Tafeltraube bekannt, ist sie das älteste Kulturerbe. Als Keltertraube vornehmlich in der Schweiz, Elsaß und im Badischen Markgräferland. Es wird vermutet, daß die Urheimat ,das Jordanland Palästinas, erstmals vor 5000 Jahren in Erwähnung kam. Die Blüte ist sehr kälteempfindlich, die Trauben mittelfrüh reif. Weine sind leicht, süffig und wegen niedriger Säure sehr bekömmlich. Jung getrunken schmecken sie am besten.

 
Traminer

Wurde nach dem Ort Tramin in Südtürol(Italien) benannt. Sie sind würzig, rassig und haben ein feines, blumiges Bukett(zarter Rosenduft).

 
Rotweine
 
Blauer Spätburgunder

Zählt zu den ältesten Kulturreben der Menschheit. Unter den Rotweinsorten nimmt der Wein die oberste Qualitätsstufe ein. Bringt samtige, körperreiche und alkoholreiche Weine mit feinem Bittermandelaroma.

 
Regent

Eine Kreuzung aus Silvaner-Müller Thurgau und Chambourcin im Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof(1967). Wurde 1995 in die Sortenliste eingetragen. Für uns bringt die Sorte eine positive Ergänzung im Rebensortiment. Die relativ frühe Reife lässt seine Weine samtig und sehr dunkel gefärbt erscheinen. Nicht selten übertreffen sie in der Qualität den Spätburgunder. Erste pilzresistente Rotweinneuzüchtung in Deutschland.

 
Schwarzriesling

Auch als Müllererbe bekannt, ist er vor allem in Württemberg sehr verbreitet. Nur wenige davon gibt es in der Saale - Unstrut Region. Ihren Ursprung hat die Rebe schon vor 400 Jahren im Burgund. Sie ist ebenfalls eine Mutation des Blauen Burgunders. Geringe Standortansprüche und geringe Krankheitsanfälligkeit machen sie zu einer unkomplizierten Sorte, deren Weine von ausgezeichneter Qualität sind aber unter der des Spätburgunders liegen.

 
Blauer Portugieser

Sie ist eine sehr alte, traditionelle Rebsorte, stammt wahrscheinlich aus Portugal und ist wohl über Spanien und Österreich nach Deutschland gelangt. In Sachsen - Anhalt nimmt diese Rebsorte etwa eine Fläche von 47 ha ein und steht somit bei den Rotweinen an erster Stelle. Die Rebe ist sehr fruchtbar, liefert hohe Erträge und einen hellroten Wein durch seine Säure von frischer Art.